Testen des Ozone Zephyr 2013 – Leichtwindkite

Hallo Leute, Alex hier.

Kürzlich habe ich mit euch darüber gesprochen welche Kites man sich zulegen sollte und eingeräumt, dass für den Kite-Junkie evtl. auch ein Leichtwindkite in Frage kommt. Nun hab ich mich darum gekümmert mal solch ein Gerät in die Finger zu bekommen. Arne Gosche, Inhaber von Point of Sail, hat mir den Ozone Zephyr 2013 zum Testen geliehen und dies sind meine Erfahrungen:

Kite: Ozone Zephyr 2013 – 17m² Lightwind Kite
Board: 132x40cm SU-2 Bamboo 2010
Conditions: 11-19Kn, SW-Wind
Spot: Kiel – Laboe

Zunächst habe ich mich zum Testen eines Ozone Kite entschieden, da sie immer sehr gute Rezensionen bekommen. Außerdem ist mein Kite- Reparateur des Vertrauens Arne Gosche, der immer zuverlässig ist. Zusätzlich finde ich die 2013er Modelle von Ozone zum ersten Mal schick :). Ich hatte die Ehre den Zephyr als erster im neuen Zustand auszupacken und war happy wie ein kleines Kind. Zur Verarbeitung braucht man nicht viel sagen, denn Ozone macht das spitze. Beim Ausrollen fiel mir gleich auf, dass dieser Kite besonders leicht ist und als 17m² Kite vielleicht sogar weniger als mein 12er wiegt. Geflogen wird er mit 27m Leinen, als 4-Leiner. Nach dem Start muss ich gestehen, war der Kite sehr stabil am Himmel und erweckte nicht den Eindruck zu wenig Wind zu haben um abzustürzen. Das Shape des Zephyrs ist ähnlich eines Deltakite und bringt somit dessen Leichtwindperformance mit sich, was ich an den Dingern hasse ist, dass träge Lenkverhalten. Man kann durchaus bis 3 zählen, bis der Kite eindeutig auf den Lenkbefehl reagiert. Für einen 17m² Kite ist er dennoch recht schnell und reagiert ok und man bekommt gutes Bar-Feedback auf der oberen Steuerleine. Bisher hatte ich schon schlimmere Kandidaten (z.B. 12er Airrush Lithium 201x?) in der Hand 🙂

Auf dem Wasser bin ich dann los gedüst und hatte ab geschätzten 13Kn guten Druck. Darunter sah es eher schlecht aus, was mich zunächst enttäuschte, da im Vergleich ein etwas leichterer Fahrer mit einem Core Riot XR mit 15m² und einem Liquid Force DLX 2011 (wahrscheinlich 138×42) mit Boots noch gefahren ist und hat Wakestyle Moves hingelegt. Im Nachhinein lag es aber wohl an meinem kleinen Board. Im späteren Verlauf habe ich 12er und 13er Kites locker ausgestochen. Die Hangtime vom Zephyr ist geil, egal bei welchen Sprunghöhen, welche ich sonst mit meinen Kites maximal bei moderaten Winden erreichen kann und unhooked Tricks gingen mir auch ungewohnt leicht von der Hand. Insgesamt ist der gesamte Ablauf vom Sprung langsamer und man kann sich spielend auf jede Aktion vorbereiten. Als echtes Manko empfinde ich konstruktionsbedingt die, wie ich sie nenne, „Autoabsturz-Funktion“. Diese kommt vom Delta-Shape und lässt den Kite, wenn er am Windfensterrand geparkt ist, spielend abstürzen, man muss wirklich stark lenken damit er lediglich an der selben Stelle klebt. Die Barkräfte sind leicht bis mittel und ich konnte gut 4 Std ohne große Ermüdung aushalten. Der Unterschied zu gewöhnlichen Kites ist der stabile Stand des Kites auch bei wenig Wind und der enorme Grundzug an den ich mich zunächst gewöhnen musste, da dieser primär im Trapez zu spüren ist und daher leicht unterschätzt wird , sodass man nicht in Fahrt kommt und denkt „Wo ist denn die Power?“ Für ein besseres Feedback würde ich an dieser Stelle den Kite auf mehr Haltekräfte trimmen.  Alles im allem ist der Kite richtig nett zum Cruisen mit den Segelbooten auf der Förde, zum Jumpen und auch gut zum Wakestylen. In Kombination empfehle ich ein größeres Board als meins und würde sagen, dass auch 11Kn dann kein Problem mehr machen. Wer bei weniger Wind unterwegs sein will braucht definitiv was sehr großes unter den Füßen. Ich hätte ein SUP dafür 🙂 und kann den Seglern zu winken. Derzeit bin ich noch am grübeln, ob ich mir die Investition leiste, dafür muss ich sicherstellen bei wie viel Wind der Kite wirklich noch funktioniert und ob ich über das wabbelige Lenkverhalten hinweg sehe.

Grüße Alex

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