Winterurlaub in Idre

Idre ist einer der Wintersportorte in Mittelschweden. Um Silvester verbrachten wir dort sieben tolle, abwechslungsreiche Tage mit Skifahren, Langlauf, Hundeschlittenfahren …. und vor allem endlich Schnee!

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Die Anreise:

Von Norddeutschland aus sind es ca. 1100 km Entfernung. Laut Routenplaner ist die Strecke in ca. 10 Stunden reiner Fahrzeit schaffbar, wir haben mit Pausen und Übernachten aber um die 23 Stunden dorthin gebraucht. Klassisch nahmen wir die kleinen Fähren Puttgarden- Rødby (45 Min) und  Helsongør – Helsingborg (20 Minuten). Sie fahren ungefähr alle halbe Stunde.

Über Göteborg fuhren westlich vom Vännern nach Norden und bogen bei Malung von der E45 ab um über Sälen den, laut Routenplaner, „schnellsten“ Weg nach Idre zu nehmen. Joa dabei wurde wohl die vereiste Straße nicht miteingerechnet…. Auf der Rücktour wählten wir daher lieber die 70 bis Mora (und weiter nach Jönköping) als nochmal über Sälen zu fahren.

Vor Ort:

Idre ist ein kleiner Ort mit Tankstelle, ICA, Coop, Touristeninfo …. und Skiverleih. Das eigentliche Skigebiet ist in Idre Fjäll, einmal den Berg hoch, ca. 4 km entfernt. Wir übernachteten in Idre direkt über dem Skiverleih „Idre Sport“ ca 200 m neben der Touristeninformation.  IMG_0015

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Das Skigebiet:

Idre Fjäll gehört zu den bekanntesten Skigebieten Schwedens und es waren unzähliche Touristen dort. Dank der vielen Aktivitäten und vielen Strecken verteilten sie sich aber gut und es wirkte nicht voll.

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Die ersten zwei Tage fuhren wir Ski und Snowboard. Ausleihen kann man alles in Idre oder direkt oben in Idre Fjäll. Bei dem Verleih dort bekommt man auch den Skipass. Dort ist meisten entsprechend auch langes Anstehen angesagt.

Ein Sessellift fährt auf der Sydseite bis fast ganz oben, sonst gibt es noch einige Schlepplifte. Die Piste war zwischen 9 und 15 Uhr geöffnet (die Schlepplifte fahren etwas länger), dann wurde es dunkel. Am Montag und Freitag war mit dem Schlepplift noch Nachtfahren bis 19 Uhr möglich.

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Die „Hauptpiste“IMG_0262 IMG_0267

Aussichten von oben.

Langlauf

Einmal über die Hauptpiste rüber kommt man zum Skistadion, von dem alle Loipen ausgehen (Man kann auch davor parken). Es gibt gespurte und ungespurte, beleuchtete und unbeleuchtete Loipen. Als Anfänger bin ich zunächst im Stadtion mehrmals im Kreis und als ich mich etwas sicherer fühlte die 5,5km lange Anfängerloipe gelaufen: Bei Tageslicht und am nächsten Tag bei Sonnenuntergang und in der Nacht (ist beleuchtet). Den Loipenpass bekommt man z.B. beim ICA in Idre Fjäll.

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Hab versucht die 5,5 km Tour mit grün nachzuzeichnen.

IMG_0321 IMG_0325 IMG_0378Silvester

An Silvester haben wir per Zufall zur richtigen Zeit den Fernseher eingeschaltet und konnten Dinner for one mit schwedischem Untertitel sehen 🙂

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Gegen 23 Uhr fuhren wir nach Idre Fjäll hoch. Dort konnte man an einem Slalom teilnehmen, bei dem die Fahrer mit Fackeln langsam den Berg herab fuhren. Sehr sehr gut aus.
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Um Mitternacht wurde ein Feuerwerk veranstaltet, dass deutlich größer war als unsere normalen hier in Deutschland. Hätte nur noch die Musik gefehlt und es wäre wie „Kölner Lichter“ in klein gewesen. Besonders schön fand ich auch die schwebenden Laternen. Sie sind in Schweden nicht verboten und erfreuen sich großer Beliebtheit. IMG_0416

Hundeschlitten

Das neue Jahr begann gleich mit einem Highlight: Hundeschlittenfahren. Der Anbieter ist Adventure Dreams und die Anmeldung (man sollte schnell sein!) erfolgt per Internet bzw. über eine an der Rezeption in Idre Fjäll ausliegende Liste.

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Motorschlitten

Einen Tag später nahmen wir an einer fünfstündigen Motorschlittentour teil. 1 1/2 Stunden fuhren wir zu einem „Camp“ mit Sauna und warmer Außenwanne. Ein schwedisches Kind konnte sowohl von der Wanne als auch vom Motorschlitten nicht genug bekommen. Sehr süß.IMG_0590 IMG_0602

Schneeschuhwandern im Fulufjället

Da dieses Jahr in Schweden auch wenig Schnee liegt, hätten wir die Schneeschuhe eigentlich nicht gebraucht. Neben den Wegen lag aber genug Schnee um ein Gefühl dafür zu bekommen wie es sich damit läuft. Der 2 km lange, gut markierte Weg führte zum fast ganz eingefrorenen höchsten Wasserfalls Schwedens.IMG_0689 IMG_0716

Essen

Nach einigen Schwedenreisen haben wir schon einige Dinge, die bei jedem ICA- Einkauf auf der Liste stehen. Das sind vor allem Blabärsoppa (Blaubersuppe) und Päronsoda (Birenbrause). Ach und Süßigkeitenzusammenstellen darf im richtigen Schwedenurlaub auch nicht fehlen.

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IMG_0738Neu probierten wir Pizza mit Rentierfleich ( bei Askes in Idre Fjäll) und auf der Motorscottertour Elchgulasch.

IMG_0499Viele Grüße

Katrin

Reiseplanung für Istanbul: Was ich gelernt habe

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  • Reiseberichte im Internet lesen und Tripadvisor durchforsten. Wie sind die Erfahrungen? Was sind die Sehenswürdigkeiten und wann sind sie geöffnet? Was sind interessante Kleinigkeiten? Was macht den Reiseort aus? Welche „Tricks“ wie Museumskarten usw. gibt es?
  • Notizen machen und Informationen zu den Sehenswürdigkeiten ausdrucken. Die Sehenswürdigkeiteninformationen dienen im Urlaub als Reiseführerersatz.
  • Als nächstes habe ich die einzelnen Sehenswürdigkeiten auf Klebe- Notizzettel geschrieben und auf ein Blatt Papier verteilt. Nach ganz links jene Sehenswürdigkeiten, die ich unbedingt sehen wollte und entsprechend nach ganz rechts die eher unwichtigen.
  • Für jeden Tag galt es drei Hauptpunkte aus den Sehenswürdigkeiten auszusuchen: Eine ganz wichtige und zwei nicht ganz so wichtige. Auf ein zweites Blatt Papier schrieb ich daher die einzelnen Tage ( Mo, Di, … , Mo) untereinander auf und sortierte dann die Klebezettel dahinter. Zunächst die Sehenswürdigkeit der Kategorie „Unbedingt“ abwechslungsreich auf die Reisetage verteilen: Eine pro Tag. Für Istanbul bedeutete das vor allem Moscheen, Paläste, Haman und Basare abzuwechseln: Di -Tokapi Palast, Mi-Hagia Sophia , Do- Blaue Moschee … .  Anschließend suchte ich bei den „nicht ganz so wichtigen“ Sehenswürdigkeiten nach denen, die in der Nähe der ersten Sehenswürdigkeit liegen und ordnete sie entsprechend zu. Einige Tagesprogramme musste ich anschließend auf andere Tage ändern, da z.B. die Hagia Sophia am Montag und der Topkapi Palast am Dienstag geschlossen sind. (Beim mehrmals umkleben wird einem bewusst wie praktisch Klebe-Notizzettel sind 😉 )
  • Für den Anreisetag stand nur ein Sparziergang durch die Stadt auf dem Programm. Auf diese Weise konnten wir die Stadt schon etwas kennen lernen bevor die Besichtigungen los gingen. Ebenso spazierten wir auch am letzten Tag ohne Besichtigungen  durch die Stadt und konnten so die vergangenen Tag nochmal Revue passieren lassen.
  • Das ADAC Tourenset für Istanbul kann ich sehr empfehlen (und generell auch). Es sind Karten einzelner kleinerer Gebiete dabei, in denen bereits die Sehenswürdigkeiten eingetragen sind. In diese Karten hab ich alle meine zusätzlichen Informationen auch eingetragen. Zum Beispiel die bei Tripadvisor als gut bewertete Restaurants, die auf den Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten liegen. Die Restaurants wurden in der jeweiligen Karte markiert und zur Sicherheit die Adresse neben der Karte notiert.

Zum Schluss hatte ich das Gefühl, ich bräuchte eigentlich gar nicht mehr hinfahren, da ich die ganze Reise irgendwie schon im Kopf erlebt hatte. Live in Istanbul hat sich die Mühe aber bezahlt gemacht !

Viele Grüße

Katrin

Eine Woche Istanbul – Teil 6

Der Tag begann mit einem „Haman-Gegenversuch“. Soll heißen wir probierten ein weniger touristisches Haman (50 TL ) aus. Es war gut und zu empfehlen. „Bosporustour,  happy Bosporustour“ Dies hatten wir die Woche über regelmäßig an allen Ecken Istanbuls gehört und nun stand die Bosporustour auch tatsächlich in unserem Tagesprogramm. Gut zwei Stunden dauert die Fahrt und man sieht, dass Istanbul auch nicht so eng bebaut sein kann. Im Gülhane Park ließen wir den Istanbulaufenthalt bei einer Kanne Tee ausklingen. Per vorgebuchten Taxi ging es in nur einer halben Stunde zum Flughafen und über München wieder zurück nach Hamburg. Dort wurden wir natürlich gleich mit Wind und Regen begrüßt und wollten eigentlich lieber im Flugzeug bleiben und wieder nach Istanbul fliegen ;).

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Der Dolmabace Palast vom Boot aus.DSC04669 DSC04673

Feigen mit Walnüssen. DSC04683

Katzen und ihre Schlafplatzwahl (hier im Schmuckladen)… zu grandios!

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Im Gülhane Park. DSC04722 DSC04714

Im Gülhane Park im Cafe am Bosporus.

Viele Grüße

Katrin

Eine Woche Istanbul – Teil 5

Der Tag begann mit einem Besuch des Cemberlitas Haman. Der Eintritt ist mit 30 € teuer und auf Touristen eingestellt. Zum Shopping gings anschließend über die Galatabrücke und mit der Tünelbahn, einer der ältesten U-Bahnen der Welt, zur Shopping-Straße Istanbuls (absehen von den Basaren). Sie zieht sich angeblich 3 km bis zum Taksimplatz und man findet alle möglichen bekannten Läden wie Media Markt, H &M, …. und auch unbekanntere Geschäfte und Cafes. Theoretisch wollten wir mit der historsichen Straßenbahn wieder zurückfahren, aber sie hat nur einen Wagon und der ist dann doch sehr schnell voll. Daher gingen wir zurück und entdeckten noch kleine Musikläden usw..

Am nächsten Tag brachte uns die (modernen) Straßenbahn zum Dolmabace Palast, indem die Sultane von 1853 an bis 1922 lebten. Die Besichtigung erfolgt nur mit einer Führung und das Fotografieren ist im Inneren verboten, damit die Gruppe nicht aufgehalten wird 😉 (im Wikipediaartikel sind Innenansichten zu sehen). Bei der Menge an Touristen ist das auch nachvollziehbar. Der Palast wirkt sehr westeuropäisch. Die meisten Designplanungen wurden auch von Franzosen durchgeführt und die typischen Mosaike und Kacheln, wie beim Topkapi Palast, fehlen fast ganz. Alles ist super prächtig gestaltet und es verwundert daher auch nicht den weltgrößten Kristallleuchter (4,5 t schwer) dort zu finden.  In der Nähe der Neuen Moschee befindet sich die Rüstem Pascha Moschee, die wir als nächstes besichtigten. Meiner Meinung nach die schönste Moschee in Istanbul. Durch die Basarstraßen „kämpften“ wir uns zurück zum Hotel und spazierten abends noch einmal zur Hagia Sophia und Blauen Moschee. In Istanbul werden die bekannten Gebäude nachts sehr schön angestrahlt.

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Der Dolmabace Palast in Seitenansicht.DSC04584

Die Rüstem Pascha Moschee.DSC04611 DSC04625

Viele Grüße

Katrin